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TSV Kühbach wird Europameister der Herzen

Kühbacherinnen holen Silber

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So ganz freuen konnten sich die Kühbacher Eisstockschützinnen nicht über die Silbermedaille beim Europacup in Kufstein: Das Quintett (von links) Jessica Gamböck, Marianne Weigl, Regina Gilg, Veronika Filgertshofer und Lisa Seitz kassierte seine einzige Niederlage es ausgerechnet im Finale.

 

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Zeigte eine starke Leistung: die Kühbacherin Jessica Gamböck.

 

TSV beherrscht die Konkurrenz beim Europacup  nach Belieben. Ausgerechnet im Finale gibt es die erste Niederlage.

Einen unglücklichen Ausgang nicht nur aus Kühbacher Sicht, sondern auch nach Meinung zahlreicher Eisstockexperten hinter der Bande nahm der Damen-Europacup für Vereinsmannschaften. Nicht die zwei Tage dominierenden und überragend aufspielenden Kühbacherinnen holten am Ende den höchsten kontinentalen Vereinstitel, sondern das österreichische Team des UEV Seeham aus der Region Salzburg.

Für das TSV-Team war der Abschluss besonders bitter, denn die Finalniederlage bedeutete den einzigen doppelten Punktverlust während des gesamten Wettbewerbs. Selbst IFE-Präsident Manfred Schäfer zeigte sich vom Kühbacher Auftreten beeindruckt und gratulierte bei der Siegerehrung mit den Worten: „Ihr hättet es verdient gehabt, ganz oben zu stehen.“ Bestens motiviert nach den bisher gezeigten Saisonergebnissen reisten Jessica Gamböck, Regina Gilg, Veronika Filgertshofer, Lisa Seitz und Marianne Weigl zum zweitägigen kontinentalen Vergleich der besten Vereinsmannschaften nach Kufstein. Dort erwischte der TSV in der Gruppenphase einen Auftakt nach Maß. Mit einem hart umkämpften 19:17 konnten dem deutschen Mitkonkurrenten Neunburg vorm Wald wichtige Zähler abgerungen werden. Zwar musste in der Folgepartie gegen den EV Eppan Berg Raika beim 15:9 noch etwas „nachjustiert“ werden, doch die Moral passte. Ein deutliches 31:5 gegen den slowenischen Vertreter Ledenko Maribor war dann das Startsignal zu einer makellosen Siegesserie, bei der die TSV-Damen die Fans verblüfften. UEV Seeham (17:13), EV Angerberg (25:13), Zweisimmen/Rigi (19:11), EV Moritzing (17:9) und die tschechische Mannschaft von Slavoj Stozice (30:0) hatten dem Kühbacher Angriffsspiel nur wenig entgegenzusetzen. Durch diese Serie festigte der TSV nicht nur den ersten Gruppenplatz, sondern ging als punktbester Verein aus den zwei Qualifikationsgruppen tagsdarauf in die endscheidenden Bahnenspiele.

Am zweiten Spieltag ging es in sechs Spielen im „Play-up-and down-Modus“ weiter. In der ersten Begegnung der beiden Gruppenersten gelang gegen das Italienquartett des EV Lana Raika mit 19:3 ein wichtiger Auftaktsieg. In der zweiten Begegnung gegen Massing präsentierte sich Kühbach beim 11:11 nervenstark und machte einen Rückstand wett, wodurch sie ihre Spitzenposition behaupteten. In der dritten Runde kam es zum Aufeinandertreffen mit Gruppengegner Seeham, das der TSV mit 16:10 für sich entschied.

Mittlerweile kletterte auch Neunburg an die Spitze und forderte nun Kühbach. In dieser Phase legten Filgertshofer und Co. noch eine Schippe drauf und begeisterten auch Kommentator Günther Draxl vom österreichischen Sportsender Allround-tv, der den Kühbacher Spitzenkampf fünf Stunden live übertrug. 29:3 hieß es nach sechs Kehren gegen Neunburg. Nach einem 15:11, erneut gegen den EV Lana, ging es im sechsten Bahnenspiel gegen den EV Moritzing um den Einzug ins Finale. Auch hier ließ das TSV-Quartett keine Zweifel an seiner Klasse aufkommen und fertigte die Italienerinnen mit 22:6 ab.

Damit lautete die Endspielpaarung TSV Kühbach gegen den UEV Seeham. Ausgerechnet hier leisteten sich die Favoriten beim Stand von 6:6 zwei schwache Kehren, die die entfesselt aufspielenden Österreicherinnen eiskalt ausnutzten und nach mit 33:19 das Kühbacher Schicksal besiegelten. (aira)

 

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